Thomas Kohl

Landsparency

10. November bis 23. Dezember 2011

Chronotaxis 07, 2010, Mineralfarbe auf Glas, 40 x 40 cm

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Thomas Kohl

Landsparency


 

Man kann Thomas Kohl (*1960 in Düsseldorf) durchaus zu den Erneuerern der Malerei zählen. Es gibt wohl kaum traditionelle malerische Techniken, derer er sich nicht bedienen kann. Aber nicht nur seine umfassenden Kenntnisse über Techniken, sondern auch sein dezidiertes Wissen über die kunsthistorische Entwicklung der Malerei, deren Stile und Künstler befähigt ihn eines differenzierten Blickes, nicht zuletzt auf sein eigenes Schaffen.
Inspirationsquell und Thema seiner Malerei ist sicherlich Landschaft, ihn jedoch als Landschaftsmaler zu bezeichnen, würde das Wesen und die Inhalte seiner Malerei nur ungenügend beschreiben. Landschaft vielleicht deshalb, weil Thomas Kohl gerade in der Auseinandersetzung mit dem Motiv die Glaubwürdigkeit seiner Malerei überprüfen kann.
Er zeigt dadurch auf, dass Malerei nicht Illusion ist, sondern Imagination. Landschaftsmalerei ist für Thomas Kohl somit mehr Vehikel, als Programm.
Natürlich machen erste Blicke auf seine Arbeiten Landschaft aus. Bei näherem Hinsehen jedoch offenbart sich eine reiche Palette, die aus dem Kontrast von kräftiger Farbigkeit und gedämpften Tönen resultiert, aus der Entfaltung von Valeurs und aus einer Arbeitsweise mit stark verdünntem Pigment, deren übereinandergelegte Lasuren dem Bild mitunter etwas von einem Palimpsest mitteilen und direkt in eine abstrakte Sichtweise führen.Diese Kontraste in der Wahrnehmung zeichnen seine Arbeiten als so gelungen und besonders aus.

Thomas Kohl studierte in den 80er Jahren bei Gerhard Richter an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er wurde sein Assistent und Meisterschüler, doch die Affinität des eigenen Werkes zu dem des Lehrers verlor sich bald. So viel er von seinem Lehrer gelernt hat, so deutlich hat er sich dann künstlerisch von ihm abgesetzt. Dem Abschluss der Akademie folgten verschiedene Stipendien und eine umfangreiche internationale Ausstellungstätigkeit, die dazu führte, dass Thomas Kohl in der Gegenwartskunst als Maler eine pointierte Position vorstellen kann und mit seinen Bildern in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen, wie z.B. auch im Reichstagsgebäude des Deutschen Bundestages in Berlin vertreten ist.

Aus seinem aktuellen Werk zeigen wir ausgewählte Aquarelle und Arbeiten auf Glas.


Chronotaxis 07, 2010, Mineralfarbe auf Glas, 40 x 40 cm

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