Rabe

5. - 28. Februar 2015

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Rabe

5. - 28. Februar 2015


Rabe Habdank * 1965 in München. Lebt und arbeitet in Berlin.

Nach einem kurzen Aufenthalt an der Münchner Kunstakademie 1986 – 1989 zog es Rabe nach Italien. Auf der Suche nach dem malerischen Können und Verstehen der klassischen europäischen Bildform, studierte er in Florenz und Arezzo die alte italienische Malerei (v.a. Piero della Francesca, Giotto, Tizian). Auch mit zeitgenössischen Malern wie Hopper und Balthus beschäftigte sich Rabe intensiv; entwickelte aber eine vollkommen eigene Bildsprache, die sich viele Jahre in realistischen Bildern mitteilte. Bekannt sind vor allem seine nüchternen Straßenszenen italienischer Vorstädte, die meistens auch einzelne Menschen in den Mittelpunkt stellt. Oft beziehen sie sich dann auf das Ganze einer Person und münden in trefflichen Portraits, wovon wir auch einige zeigen werden.

Mit seinem Umzug 2009 nach Berlin, entwickelte sich seine Malerei, inspiriert durch den Puls der Metropole, in eine zunächst vollkommen nicht-figürliche Bildsprache. Seit 2 Jahren jedoch, finden sich wieder figürliche Elemente, die aus den Schichten der schroffen Flächen erscheinen. Sein Sujet wird freier und kann in diese oder die andere Richtung ausschlagen; keinem Konzept, außer dem Akt der Malerei als solches verpflichtet. Jenseits jeglicher Bildvorstellung, ausgehend vom Nullpunkt der maximalen Aufmerksamkeit heraus beginnt er seine Arbeiten und folgt der Energie des entstehenden Bildes.

Rabe selbst über seine aktuelle Malerei: "Jenseits aller Bildvorstellungen liegt ein weites Feld, dort entsteht Malerei.Gerade ohne den quälenden Vorfilm des Verstehens wird der malerische Fluss einfach freigelassen und kann sich nach seiner eigenen Absicht genussvoll entfalten. Egal ob mit oder ohne Gegenstände.Dort, in einer intuitiven Unmittelbarkeit, vertieft sich Malerei ins Unbekannte. Dann ist das Gefühl da, in jedem Augenblick Neuland zu betreten. Genau darum geht es, und ich habe keine Ahnung, wie es sich beim nächsten Mal verhält. (...)

Das Gefühl, das alles zu sein, was ich sehe, Leinwand und Film zugleich. Das Ineinanderfallen von innerer und äußerer Welt, ekstatisch und klar. Das ist die Art von Schönheit, die alle bekannten inneren Bilder und Vorstellungen zerstört. Ein außerordentlicher Zustand, genau dort entstehen die Bilder.Alles in meiner jetzigen Malerei dreht sich um diese Erfahrung.

Um diese rasante Entwicklung zu reflektieren, möchten wir Ihnen die neuen Bilder nicht vorenthalten und zeigen ausgewählte Arbeiten von 2013 / 2014.

 

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