Rabe - Ein anderer Blick

08. November bis 22. Dezember 2012

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Rabe - Ein anderer Blick


Rabe Habdank * 1965 ein zeitgenössischer Künstler aus München, lebt und arbeitet seit 2009 in Berlin.

In vieler Hinsicht ist Rabe in der schnelllebigen Kunstszene eine Ausnahme, sein Schaffen konzentriert sich nämlich rein auf Malerei.

Nach einem kurzen Aufenthalt an der Münchner Kunstakademie 1986 – 1989 zog es Rabe nach Italien. Auf der Suche nach dem malerischen Können und Verstehen der klassischen europäischen Bildform, studierte er in Florenz und Arezzo die alte italienische Malerei (v.a. Piero della Francesca, Giotto, Tizian). Jedoch auch mit zeitgenössischen Malern wie Hopper und Balthus beschäftigte sich Rabe; entwickelte aber einen eigenen Stil. Viele Jahre bestimmte somit eine realistische - figürliche Bildsprache sein Sujet. Bekannt ist Rabe vor allem durch seine nüchternen Straßenszenen italienischer Vorstädte, seine Stadtrandlandschaften, in denen sich das heutige moderne Leben von Mensch und Technik eingemischt hat, meistens auch den einzelnen Menschen im Mittelpunkt zeigt. Seine still konzentrierten, jedoch stimmungsgeladenen Werke gehen weit über den Moment hinaus; oft beziehen sie sich dann auf das Ganze einer Person und können in situativ treffliche Portraits münden, die den Liebhabern figürlicher Malerei im Lauf der Jahre unverrückbar ein Begriff geworden sind.

In einem Interview sagte Rabe einmal: „Es gibt diese besonderen Momente der Bezauberung inmitten der alltäglichen Realität, wo sozusagen die Vordergründigkeit des Alltäglichen sich plötzlich und unerwartet vertieft in die Unendlichkeit der Bedeutung. (...)“ Es scheint, als hätte Rabe damals schon Bilder in sich getragen, die ähnlich atmosphärisch, sich aber teils konsequent nichtfigürlich äußern sollten. Eine Entwicklung also, die das komplette bisher bearbeitete Sujet auf den Kopf stellte und sich von da ab umso mehr der Malerei - dem Akt der Malerei - als solches verpflichtet. Rabe ließ damit eine Entwicklung zu, die ihm die Möglichkeit gibt, seine Motivik frei nach Empfinden zu wählen, frei nach: sind die Dinge immer was sie scheinen? Die Qualität seiner Arbeiten definiert sich nun zusätzlich durch ihre Vielseitigkeit. Dem erlebten Moment nachspürend, verläuft Rabes Malakt spontaner, weniger kalkuliert, jedoch sein Blick auf seine Umwelt ist differenzierter.

Unter dem Arbeitstitel „Ein anderer Blick“  widmet die Galerie Rabes aktuellem Werk diese Ausstellung.

Wir freuen uns Ihnen neue nicht-figürliche sowie neue figürliche Arbeiten auf kleinen und mittleren Formaten zu zeigen. 

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